| Umwelt schonen - Erdgas fahren |
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CO2
Im Zuge der CO2-Debatte richtet sich der Blick verstärkt auch auf den Erdgasantrieb. Denn durch die „saubere" Verbrennung des schwefelfreien Erdgases werden Treibhausgase und Smogbildung deutlich reduziert. Von allen fossilen Energieträgern weist Erdgas bei der Verbrennung die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf: Im Vergleich zu einem Benziner verursacht Erdgas bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei. Trotz des heute noch höheren Wirkungsgrades von Dieselmotoren ist zudem bis 2010 mit optimierten Erdgasmotoren ein gegenüber Diesel um 13 Prozent verminderter Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu erreichen. Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht im Erdgasantrieb eine sinnvolle Technologie und bestätigt, dass Erdgas eine umweltschonende Alternative zu den herkömmlichen Kraftstoffen ist. In seiner Auto-Umweltliste 2007/2008 bescheinigt der VCD Erdgasfahrzeugen eine besondere Umweltverträglichkeit in der Kategorie der 7-Sitzer. Der Opel Zafira 1,6 CNG entschied das Ranking erneut für sich. Mit einem CO2-Ausstoß von 138 Gramm je Kilometer liegt er unter der 140-Gramm-Marke, die sich die europäische Automobilindustrie für 2008 gesteckt hat. Durch den Einsatz von regenerativ erzeugtem BioErdgas könnte sich in Zukunft der CO2-Ausstoß weiter reduzieren lassen. Denn reines BioErdgas ist nahezu CO2-neutral. Der Kraftstoff gibt nicht mehr Kohlendioxid an die Atmosphäre ab, als die Pflanze, aus der es gewonnen wird, in ihrer Lebenszeit aufgenommen hat. Nach Studien der EU-Kommission verursacht auch die Bereitstellung von Erdgas an der Tankstelle heute wesentlich weniger CO2 als die Förderung, Raffination und der Transport von Diesel und Benzin. Nach Schätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden im Jahr 2007 durch die Verwendung von Erdgas im Straßenverkehr zirka 70.000 Tonnen CO2 eingespart. Stickoxide
Stickstoffdioxid ist eine Vorläufersubstanz des Reizgases Ozon und führt laut wissenschaftlichen Langzeitstudien zu einem verringerten Lungenwachstum bei Kindern. Stickoxide entstehen zu 60 Prozent im Straßenverkehr und sind vor allem ein Problem von Dieselfahrzeugen. Das Stickstoffdioxid-Problem lässt sich nur mit einer aufwändigen zusätzlichen Abgasnachbehandlung lösen, die dann zusätzlich zum heute geforderten Rußpartikelfilter erforderlich ist. Wer heute Dieselfahrzeuge anschafft, muss damit rechnen, dass sie bereits 2010 ohne erneute teure Nachrüstung nicht mehr einsetzbar sind. Erdgasfahrzeuge dagegen reduzieren die Emissionen von Stickoxiden um 70 Prozent gegenüber Dieselfahrzeugen. Erdgasfahrzeuge halten heute bereits die ab 2010 geltenden Grenzwerte für Abgasemissionen ein. Feinstaub
Seit dem 1. Januar 2005 gelten in der EU ein Tagesgrenzwert für Feinstaub (PM10) von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und ein Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft im Tagesdurchschnitt. Diese Werte dürfen an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Jedoch gelingt es 15 EU-Staaten derzeit nicht, die bestehenden Vorgaben einzuhalten. Auch in Deutschland werden an den Messstationen häufiger als erlaubt überhöhte Feinstaubkonzentrationen registriert. Im Oktober 2006 schlug die EU-Kommission eine Verschiebung der Umsetzung der Richtlinie bis 2010 vor. Über eine neue EU-Feinstaub-Richtlinie wird derzeit beraten. In Deutschland wurde zum 1. März 2007 auf Basis der Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge die sogenannte Feinstaubplakette für Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse eingeführt. Die Plaketten gibt es in drei Farben, die jeweils einer Schadstoffgruppe zugeordnet sind: rot für Schadstoffgruppe 2 (Abgasnorm Euro 2), gelb für Gruppe 3 (Abgasnorm Euro 3) und grün für Gruppe 4 (Abgasnorm 4 oder besser). Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 bekommen keine Plakette. Die genaue Einteilung in eine der vier Schadstoffgruppen richtet sich nach der in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Schadstoffschlüsselnummer. Eine Plakette auf der Windschutzscheibe des Fahrzeugs ist Voraussetzung für den Einlass in die Umweltzonen, die zahlreiche Kommunen bereits ab 2008 einrichten. Die konkrete Ausgestaltung der Umweltzonen obliegt jeder Stadt selbst. Fest steht nur: Autos der Schadstoffgruppe 1 haben fast überall Fahrverbot. Um Fahrbeschränkungen zu umgehen, fordern daher mittlerweile nicht nur der ADAC und der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) unter anderem die verstärkte Umstellung auf umweltschonende Fahrzeuge wie zum Beispiel Erdgasbusse, Erdgastaxen und Erdgas-Pkw. Denn Erdgas als Kraftstoff ist auch ohne Rußpartikelfilter sauber und bleibt zudem bis 2018 mineralölsteuerbegünstigt. Ab 2010 treten außerdem strenge Stunden- und Jahresmittelwerte für Stickstoffdioxid (NO2) in Kraft. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil der Straßenberkehr verantwortlich für rund 60 Prozent des gesamten Stickstoffdioxidaufkommens ist. BioErdgas
Durch den Einsatz von regenerativ erzeugtem BioErdgas könnte sich in Zukunft der CO2-Ausstoß weiter reduzieren lassen. Denn reines BioErdgas ist nahezu CO2-neutral. Der Kraftstoff gibt nicht mehr Kohlendioxid an die Atmosphäre ab, als die Pflanze, aus der es gewonnen wird, in ihrer Lebenszeit aufgenommen hat. Schon heute kann regeneratives BioErdgas anteilig getankt werden. So bieten die Stadtwerke München (SWM) an sieben Tankstellen den Kraftstoff Erdgas mit einer Beimischung von 20 Prozent BioErdgas an. An mehr als 70 Tankstellen im EWE-Versorgungsgebiet zwischen Ems, Weser und Elbe enthält der Kraftstoff Kraftstoff Erdgas zehn Prozent BioErdgas. Weitere Initiativen der deutschen Gaswirtschaft befinden sich derzeit in der Entwicklung. So soll zum Beispiel dem Kraftstoff an den Berliner Erdgastankstellen ab 2009 ein Drittel BioErdgas beigemischt werden. Nach dem im Januar 2008 präsentierten EU-Klimaschutzprogramm soll der Ausstoß von Treibhausgas europaweit bis 2020 um ein Fünftel gegenüber 1990 sinken. Zugleich ist vorgesehen, dass bis dahin 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Europa aus regenerativen Quellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gedeckt werden. Der Anteil der Biokraftstoffe soll bis 2020 auf zehn Prozent steigen.
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