Synthetischer Diesel (GTL) Drucken E-Mail

 

Vorteile


+ Geringe Emissionen am Fahrzeug
+ Kaum Feinstaub

Nachteil

–

CO2-Emissionen in der Produktionskette drei mal höher als bei Bereitstellung von Erdgas an der Tankstelle

Gas-to-liquid (GTL) ist ein Verfahren, bei dem großtechnisch und mit hohem Energieaufwand Erdgas in einen besonders hochwertigen und emissionsarmen Dieselkraftstoff umgewandelt wird. Die dabei entstehenden Treibhausgasemissionen sind nach einer Studie des europäischen Mineralölverbandes CONCAWE allerdings mehr als dreimal so hoch wie bei der heutigen Bereitstellung von Erdgas an der Tankstelle.

Die Schadstoffemissionen könnten jedoch deutlich gesenkt werden, wenn die bei der Rohölförderung entstehenden Begleitgase in GTL umgewandelt würden, anstatt sie abzufackeln.
Der synthetische Diesel selbst enthält aber weder Schwefel noch aromatische Kohlenwasserstoffe, die beim konventionellen Diesel für die Partikelbildung verantwortlich sind. GTL-Diesel kann in beliebigen Prozentsätzen dem konventionellen Diesel zugesetzt werden, steigert dessen Qualität und führt dadurch zu signifikant niedrigeren Schadstoffemissionen. Eine Anpassung des Antriebs ist nicht erforderlich.

Die GTL-Technik eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung innovativer und energiesparender Motorenkonzepte. Die großtechnische Herstellung von GTL-Kraftstoff wird gegenwärtig von einigen Mineralölkonzernen verfolgt. Unter Umweltaspekten ist dieser Kraftstoff aber nur bedingt sinnvoll. Vorteile des flüssigen GTL-Kraftstoffes bestehen in den Gebieten, in denen keine CNG-Infrastruktur verfügbar ist und eine rasche lokale Emissionssenkung geboten ist, wie z.B. in den Metropolen Asiens. Dort wird dieser Kraftstoff allerdings in Konkurrenz zu Autogas stehen.